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Juni, der Monat mit dem meisten Wachstum.

Bis mitte des Monats sollten alle Pflanzen Neutrieb zeigen - sogar die Schlafmützen wie Carnegia gigantea.

Ansonsten sollten wir uns die Pflanze mal ganz genau anschauen. Austopfen, Wurzeln auf Schädlinge und Pilzbefall kontrollieren.

An heissen Tagen die Pflanzen, mit Ausnahme der stark bewollten, alle sprühen und brausen. Besonders Rebutien und Lobivien sind für die Abkühlung dankbar.

Blütenreste, die komplett abgetrocknet sind und leicht abgehen, sollten wegen Fäulnisgefahr regelmässig entfernt werden.

Von den Frühblühenden Turbinicarpen werden schon die ersten Samen reif. Escobaria misssissourensis Samen vom letzten Jahr sollte jetzt auch geerntet werden, genauso wie die Coryphanthasamen vom letzten Jahr jetzt zum Teil erst zum Ernten sind.

Kleinere Sämlinge, unter ca 3 Jahren sollten während der heissen Jahreszeit nicht unbedingt in der prallen Sonne stehen.

Das warme Wachstumswetter lässt Stecklinge turboschnell bewurzeln.

Das Giesen sollte man jetzt auf den Abend verlegen, am besten auf warme Tage mit leicht bedecktem Himmel. Die zum Glück genauer gewordenen Wettervorhersagen helfen uns hier gut weiter. Auch den Dünger sollte man jetzt nicht vergessen. Lieber niedriger konzentriert und dafür öfters!

Aber Vorsicht: mit der Feuchtigkeit ist auch gleich zu viel des guten, Pilze machen sich breit und die Pflanzen faulen. Töpfe immer erst gut durchtrocknen lassen bevor man erneut giesst. Kleinere Töpfe bekommen da zwischendurch eine Sonderration.

Im Juni blühen jetzt die ganzen winterharten Opuntien sowie viele, die zur Opuntienfamilie gehören wie z. B. Tephrocactus.